Ein Zweirad mit dem Fahrgefühl eines Vierrads

Das Folgende ist kein Reiseplan im eigentlichen Sinne, aber es sind Orte, die man mit einem 2×2-Auto erreichen kann und die dieses isländische Hochland-Feeling haben.

Oxi-Pass (Straße 939/86)

Eine Abkürzung entlang der Ostküste Islands, die mit einem kleinen Auto gut befahrbar ist. Es gibt den Folaldafoss (leicht zugänglich) und den Hænubrekkufoss.

Mjóafjarðarvegur (Straße 953)

Ein Abstecher entlang der Straße 953 an der Ostküste, wo die Sehenswürdigkeiten Klifbrekkufossar, Prestagilsfoss, und ein Schiffswrack in Mjóifjörður warten. Zum Dörfchen Brekka (Brekkuþorp) führt eine nummerierte Straße, von der aus man weiter nach Osten bis zum Dalatangaviti eldri fahren kann.

Kerlingardalsvegur 214

Eine unbefestigte Straße entlang der Südküste nahe der Ortschaft Vík í Mýrdal führt ins echte Hochland zum Þakgil-Canyon. Diese 16 Kilometer kommen einem echten isländischen Hochlanderlebnis näher als fast alles andere, das ohne 4×4 erreichbar ist.

Gjáin und Þjórsárdalur

Ich will nicht lügen — Gjáin ist mein Lieblingsort auf Island. Um mit einem Zweiradantrieb hierher zu gelangen, kommt man von Süden nach Stöng í Þjórsárdal — von dort sind es nur noch etwa 15 Minuten zu Fuß bis nach Gjáin.

Hatta

Hatta ist ein Aussichtspunkt, den man nicht mit dem Auto erreichen kann — man muss zu Fuß von der Kirche in Vík í Mýrdal gehen. Zunächst erwartet einen ein steiler Aufstieg, danach eine unberührte Hochlandlandschaft.

Þríhyrningur

Þríhyrningur ist ein Berg in der Nähe der Ortschaft Hvolsvöllur. Man kann bis ans Ende der Vatnsdalur-Straße fahren und sich auf diesen Hügel begeben — die Aussichten von dort oben haben bereits den Charakter des echten isländischen Hochlandes.

Möðrudalur / Fjalladýrð

Möðrudalur / Fjalladýrð ist ein schöner Ort im Norden, leicht erreichbar etwa 8 km von der Ringstraße entfernt über die Straße 901. Es gibt einen Bauernhof, einen Campingplatz, Ruhe, Ziegen, Hunde, Polarfüchse und gelegentlich andere Tiere.

Gullfoss von der anderen Seite

99,9 % der Menschen fahren zum Wasserfall Gullfoss von Westen — dort gibt es zwei riesige Parkplätze, ein Restaurant und alle nötigen Einrichtungen. Aber man kann Gullfoss auch von Osten anfahren. Von der Straße 30 biegt man nach Norden auf die 349 ab und fährt bis zu einem kleinen Parkplatz. Von dort geht man zum Aussichtspunkt auf Gullfoss vom östlichen Ufer.

Glymur

Den Parkplatz beim Glymur erreicht man problemlos mit jedem Auto. Das Erlebnis des Fußwegs zum Wasserfall kommt einem Ausflug ins isländische Hochland fast gleich.

Seljavallalaug

Seljavallalaug — dieser Ort zwischen zwei Gletschern hat den vollständigen Charakter des ursprünglichen isländischen Hochlandes.

Seltun Krýsuvík

Seltun Krýsuvík — ein geothermisches Gebiet auf der Halbinsel Reykjanes mit blubbernden Schlammseen und Schwefelausströmungen.

Der Wasserfallpfad oberhalb des Skógafoss

Der Skógafoss ist mit jedem Auto, Fahrrad oder Roller leicht zu erreichen. Über diesen Wasserfall hinaus kann man flussaufwärts entlang der Skógá wandern. Dies ist offiziell Teil des Fimmvörðuháls-Treks, und auf 8 Kilometern sieht man Dutzende kleinerer und größerer Wasserfälle. Wie weit man geht, bleibt einem selbst überlassen. Jemand erzählte mir einmal, dass diese Wanderung das Highlight seiner gesamten Islandreise war. Wasserfälle, die man auf dieser Route sehen kann: Hestavaðsfoss, Fosstorfufoss, Steinbogafoss, Fremri-Fellsfoss, Innri-Fellsfoss, Rollutorfufoss, Skálabrekkufoss, Kæfufoss, Króksfoss, Efstifoss, Slæðufoss.

Ásbyrgi

Die Wanderung entlang des östlichen Randes des Ásbyrgi-Canyons ist wirklich ein Ausflug abseits der Zivilisation in jeder Hinsicht.

Dettifoss von Osten

Den östlichen Parkplatz am Dettifoss erreicht man sogar über eine asphaltierte Straße. Die rund 800 Meter, die man zum Wasserfall laufen muss, versetzen einen in eine völlig andere Welt, wo intensive, ursprüngliche Natur wartet und man dem mächtigsten Wasserfall Europas buchstäblich auf wenige Meter nahekommen kann.

Rund um die Straßen 887, 888, 889

Mit dem Ausbau asphaltierter Straßen auf Island sind auch diese Orte am westlichen Ufer des Flusses Jökulsá á Fjöllum leicht zugänglich. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind: Rauðhólar, Hljóðaklettar, Karl og Kerling, Hólmárfossar, Vigabjargsfoss.

Nauthúsagil

Nauthúsagil — eine Schlucht, versteckt nahe der Ringstraße im Süden Islands. Ein geheimnisvoller und unerwarteter Ort.

Hvannagil & Raftagil

Einer der zu Unrecht am meisten übersehenen Orte, der buchstäblich nur wenige Kilometer von der Ringstraße entfernt liegt. Wer sich kurz wie Indiana Jones fühlen möchte, ist in Hvannagil genau richtig. Gleich daneben liegt Raftagil.

Sigöldufoss und Sigöldugljúfur

Sigöldufoss und Sigöldugljúfur sind die ersten beiden Sehenswürdigkeiten auf der nordwestlichen Route zu den Regenbogenbergen. Den Sigöldufoss erreicht man problemlos, die Straße zum Sigöldugljúfur holpert etwas mehr. Offiziell beginnt die F208 erst hinter dem Ziel, das man ansteuern möchte, jedoch können Autovermietungen eigene Einschränkungen haben.

Laugarfell & Slæðufoss

Laugarfell mit seinem geothermischen Becken und dem nahegelegenen Slæðufoss — ein ruhiger Ort im östlichen Hochland.

Stuðlagil

Stuðlagil — ein Canyon mit außergewöhnlichen Basaltsäulen und einem türkisfarbenen Fluss. Zugang von der Nordseite direkt ans Wasser.

Sænautasel

Sænautasel — ein rekonstruierter isländischer Bauernhof im abgelegenen Hochland Ostislands.

Mit dem eigenen Fahrzeug

Dieser Abschnitt ist keine Reiseempfehlung. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen, Orten oder Ereignissen ist rein zufällig und unbeabsichtigt. Mietautos sind mit GPS-Trackern ausgestattet und Verstöße gegen die Einschränkungen werden recht streng geahndet.

Þóristindur / Vatnsfell (F228)

Þóristindur und Vatnsfell liegen auf der F228-Route im zentralen Hochland — zur richtigen Jahreszeit zugänglich.

Laugarvallalaug

Laugarvallalaug — zumindest bis zur oberen Kreuzung, von dort zu Fuß weiter (Bachquerung erforderlich).

Straße 35 (früher F35)

Das F wurde vor einigen Jahren aus der Bezeichnung F35 gestrichen. Es gibt keine Furtdurchquerungen mehr, aber Autovermietungen erlauben Fahrzeugen mit Zweiradantrieb die Straße 35 in der Regel nicht zu befahren. Das Gebiet Hveravellir mit dem geothermischen Becken Hveravallalaug und dem Wasserfall Gýgjarfoss könnte die Fähigkeiten des eigenen Fahrzeugs übersteigen.

Landmannalaugar über die F208 von Nordwesten

Den Parkplatz kurz vor Landmannalaugar kann man von Nordosten erreichen, ohne eine Furt durchqueren zu müssen — konkret vor der Furt auf der F224. Offiziell ist noch nie ein Mietwagen mit Zweiradantrieb hierher gelangt, aber auf dem Parkplatz standen bereits einige Autos mit Frontantrieb.

Aldeyjarfoss

Zwischen dem Beginn der F26 von Norden und dem Parkplatz am Wasserfall Aldeyjarfoss gibt es keine Furt und die Strecke ist nicht besonders schwierig. Das bedeutet jedoch nicht, dass dies eine Reiseempfehlung ist.

Hauptattraktionen entlang der Route

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