Wöchentliche Reiseroute ab Akureyri (Seyðisfjörður)

Zeit: 7 Tage | Auto: 2×2 | Jahreszeit: längerer Sommer

Dieser Reiseplan ist geeignet für diejenigen, die in Akureyri landen oder mit der Fähre nach Seyðisfjörður ankommen. Besonders geeignet ist er für diejenigen, die schon einmal auf Island waren.

Hauptattraktionen

Goðafoss · Seyðisfjörður · Hafnarhólmi · Bustarfell · Hengifoss · Stuðlagil · Dettifoss · Ásbyrgi · Dimmuborgir · Hverfjall · Grjótagjá

Weitere Attraktionen

Buðarárfoss · Vestdalsfossar · Dvergasteinn · Gufufoss · Bjólfur · Aussicht Vatnsskarð · Tvísöngur · Stapavík · Geirsstaðakirkja · Ljósastapi · Gljúfursárfoss · Lambafoss · Ljósáfoss · Lítlanesfoss · Steinbogi · Rjúkandi · Selfoss · Hringsbjarg · Skeiðsöxl · Mývatn · Skútustaðagígar · Lindarbakki

Mögliche weitere Attraktionen

Ker · Strútsfoss · Stórurð

In dieser Reiseroute erkunden wir gemeinsam den nordöstlichen Teil Islands, von Akureyri nach Osten und von Seyðisfjörður nach Norden. Sie ist daher vor allem geeignet für diejenigen unter euch, die nach Akureyri fliegen oder mit der Fähre nach Seyðisfjörður anreisen. Und grundsätzlich auch für diejenigen, die schon einmal auf Island waren. Unsere Beispielroute hat als Startpunkt die Hauptstadt des Nordens – Akureyri. Wenn ihr in Seyðisfjörður ankommt, könnt ihr sie leicht anpassen.

Von Akureyri fahren wir nach Osten und gleich die erste schöne Sache, die uns erwartet, ist der Wasserfall Goðafoss. Einer dieser Orte, die auf den ersten Blick fast unscheinbar wirken, aber nach einer Weile merkt man, dass man schon zwei Stunden hier ist und dass die Information, dass Goðafoss einer der schönsten Wasserfälle Islands ist, wohl der Wahrheit entspricht.

Wir fahren weiter nach Osten und erreichen den See Mývatn. Die wichtigsten Naturattraktionen rund um diesen recht flachen See sind die Pseudokrater Skútustaðagígar, das Lavafeld Dimmuborgir, der Krater Hverfjall und natürlich die Höhle Grjótagjá. Und wenn ihr das hier schon lest: der See Mývatn ist Heimat unzähliger extrem nerviger Mücken. Wirklich. Seid vorbereitet. Damit ihr nicht sagt, ich hätte euch nicht gewarnt.

Weiter geht es wieder nach Osten auf der Straße Nr. 1, wo uns gleich hinter dem Hügel die geothermale Zone Hverir erwartet. Hier werdet ihr vermutlich nicht allzu lange bleiben, aber Eindruck macht es trotzdem. Nach einer etwas längeren Fahrt fahren wir etwas ins Inland zum Canyon Stuðlagil. Dorthin könnt ihr von der Nordseite vom Campingplatz über Treppen gehen oder von der Südseite aus etwa einem halbstündigen Spaziergang. Von der Nordseite ist der Zugang einfach, aber außer einem Blick von oben bietet sie nicht viel. Für das beste Erlebnis besucht unbedingt die Nordseite – dort müsst ihr vom Parkplatz nur ein Stück gehen, direkt daneben liegt der Wasserfall Stuðlafoss und den Canyon Stuðlagil erlebt ihr dort aus nächster Nähe.

Wir kehren zurück zur Hauptstraße Nr. 1 und machen einen kurzen Stopp beim Wasserfall Rjúkandi und fahren dann weiter in die Stadt Egilsstaðir, die für die nächsten Tage unser Zentrum sein wird. Zuerst machen wir einen Ausflug nach Osten. Das Zentrum dieses Teils ist die Hafenstadt Seyðisfjörður. Wenn ihr mit dem Schiff ankommt, werdet ihr genau hier auf Island begrüßt. Es gibt einen berühmten Regenbogenweg zur blauen Kirche, einen Supermarkt, einen Campingplatz, mehrere Hotels und Restaurants und natürlich einen großen Hafen. Direkt in Seyðisfjörður liegt der Wasserfall Buðarárfoss, nicht weit entfernt die Kunstinstallation Tvísöngur, auf der anderen Seite des Fjords die schönen Wasserfälle Vestdalsfossar und weiter entlang der Küste der interessante Stein Dvergasteinn. Auf dem Weg nach Egilsstaðir könnt ihr zum Aussichtspunkt Bjólfur abbiegen, dieser ist aber wegen Schnee meist bis Juli nicht mit dem Auto erreichbar. Wenn ihr früher hinwollt, müsst ihr 4 Kilometer zu Fuß gehen. Direkt an der Straße liegt der Wasserfall Gufufoss und nahe bei Egilsstaðir liegt noch der Wasserfall Fardagafoss. Ja, auch der ist schön, aber wir werden noch deutlich schönere sehen – ihr könnt euch also eine Stunde sparen.

Die nächste Erkundungsetappe führt uns entlang des Lagarfljót. Diese Etappe ist eine Rundfahrt um einen Fluss, der so breit ist, dass er wie ein See wirkt und den Namen Lagarfljót trägt. Die Etappe ist recht einfach und wir entdecken hier Orte, die nicht im typischen Touristenfokus liegen. Diese befinden sich am Ostufer des Lagarfljót und sind die Wasserfälle Lambafoss und Ljósáfoss sowie einige Kilometer weiter unter der Straßenbrücke das natürliche Felsentor Steinbogi. Keiner dieser Orte ist jedoch so wichtig, dass man ihn nicht auslassen könnte – die Hauptattraktion ist der Wasserfall Hengifoss. Zum Hengifoss, der für seine markanten Felsformationen bekannt ist und 130 Meter in die Tiefe fällt, sind es vom Parkplatz 3 Kilometer zu Fuß, und der Weg wird durch den Wasserfall Lítlanesfoss bereichert. Wenn ihr noch Zeit und Energie habt, gibt es in der Nähe noch den interessanten und völlig unterschätzten Wasserfall Strútsfoss. Dorthin führt vom Ende der unbefestigten Straße noch ein 2 Kilometer langer Fußweg. Diese beiden Etappen beginnen und enden in Egilsstaðir. Wenn ihr Vorräte auffüllen müsst, ist hier der richtige Zeitpunkt und Ort. Am nächsten Tag kehren wir nicht mehr nach Egilsstaðir zurück.

Egilsstaðir – Borgarfjörður Eystri. Dieser Abschnitt führt uns entlang der Straße 94 über den Pass Vatnsskarð. Das Zentrum dieses Abschnitts ist zwischen April und Mitte August definitiv die Felsformation Hafnarhólmi, einer der besten Orte in Island zur Beobachtung von Papageitauchern. Hier kann man auf Holzstegen buchstäblich zwischen ihnen umhergehen. Im nahegelegenen Dorf Bakkagerði lohnt sich auch ein kurzer Halt am historischen Haus Lindarbakki. Für geübte Wanderer gibt es die Felsblöcke in den türkisfarbenen Seen namens Stórurð. Dorthin führen mehrere Wege, aber vor Juli solltet ihr vorher prüfen, ob der Zugang überhaupt möglich ist. Sonst kann es passieren, dass ihr mehrere Stunden geht und dann feststellt, dass es wegen Schnee nicht weitergeht – und ihr denselben Weg wieder zurück müsst. Stórurð selbst dauert etwa 6 Stunden. An der Mündung des Flusses Selfljót gibt es eine leichte Wanderung zur ehemaligen Hafenstelle Stapavík. Danach fahren wir entlang des Wasserkraftwerks und des Wasserfalls Lagarfoss zur Kirche Geirsstaðakirkja. Diese Kirche ist neu gebaut, aber nach alten Methoden, sodass Besucher gut sehen können, wie solche Gebäude früher aussahen.

Über die Straße 917 fahren wir weiter Richtung Norden. Vor dem Gebirge gibt es einen Wanderweg zu den Klippen Ker. Das dauert etwa 3 Stunden, aber ehrlich gesagt lohnt es sich nicht besonders. Die Passstraße Heiðarskarð ist dagegen recht interessant und etwas Vorsicht ist hier sinnvoll. Sobald wir zur Küste hinabfahren, gibt es den Strand Skjólfjörur und unweit davon die interessante Felsformation in Form eines Elefanten Ljósastapi. Danach folgt der Wasserfall Gljúfursárfoss und wir erreichen die Stadt Vopnafjörður. Etwas Kulturgeschichte bekommen wir im Museum Bustarfell, bekannt für seine charismatischen Häuser mit roten Giebeln.

Von dort fahren wir weiter zur Straße 864 und nach Norden zum Ostufer des Flusses Jökulsá á Fjöllum und genießen den Wasserfall Dettifoss ganz aus der Nähe. Der Anblick dieses Wasserfalls und des heranrauschenden Flusses ist einer, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Rechnet damit, hier mehrere Stunden zu bleiben. Danach könnt ihr noch einen Spaziergang nach Süden zum Wasserfall Selfoss machen. Danach geht es weiter nach Norden auf der 864. Nach wenigen Kilometern gibt es den Aussichtspunkt auf den Wasserfall Hafragilsfoss und danach etwa 25 Kilometer bis zum schönen Canyon Ásbyrgi. Ásbyrgi ist ein Ort wie kein anderer, entstanden durch den Hufabdruck von Odins achtbeinigem Pferd Sleipnir. Ein großer Teil ist bewaldet und an der südlichen Wand findet man den mystischen Teich Botnstjörn. Im Canyon gibt es auch ein Besucherzentrum und einen Campingplatz.

Danach fahren wir nach Nordwesten entlang der Halbinsel Tjörnes. Ein Stopp am Aussichtspunkt Hringsbjarg ist fast Pflicht, danach folgen die Klippen Skeiðsöxl und anschließend die Stadt Húsavík. Ja, ich muss wohl nicht mehr sagen, wofür Húsavík berühmt ist – und wenn doch, hier ein Tipp: Es ist groß und versteckt sich gerne unter Wasser.

Von Húsavík aus fahren wir eigentlich nur noch zurück auf den Hringvegur und dann nach Akureyri. In der Nähe des Tunnels gibt es noch einen sehr schönen Aussichtspunkt, an dem man kurz anhalten kann. Ein Geheimtipp ist das nahe gelegene geothermale Becken am Rand der Klippe über dem Fjord Eyjafjörður – Halllandsbjargalaug / Jarðgangalaug. Dort kann man wunderbar entspannen. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr habt es genossen.

Wo günstig einkaufen: Egilsstaðir, Akureyri, Húsavík

7

Gesamtdauer in Tagen

Sommer

Verfügbarkeit

2x2

Auto erforderlich

Hauptattraktionen entlang der Route

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